Prämenstruelles Syndrom - Was hilft bei Periodenschmerzen?

Prämenstruelles Syndrom - Was hilft bei Periodenschmerzen?

Viele Frauen leiden unter dem prämenstruellen Syndrom, das mit Beschwerden wie Stimmungsschwankungen, Schmerzen und anderen Symptomen während und vor der Regelblutung einhergehen kann. Bei manchen Betroffenen sind die Beschwerden so stark, dass sie sich in ihrem Alltag eingeschränkt fühlen.

PMS Medikamente – Was kann bei Beschwerden helfen?

Es stehen zwar einige Arzneimittel gegen PMS Beschwerden zur Auswahl, jedoch gibt es kaum zugelassene Medikamente für eine Behandlung von PMS.

Falls du einen sogenannten Off-Label-Use einnehmen möchtest, muss dich dein behandelnder Arzt oder deine Ärztin über die Wirkung und möglichen Nebenwirkungen aufklären. 

Hinweis: Die Krankenkassen übernehmen in der Regel nicht die Kosten für ein Medikament ohne Zulassung.

Oftmals wird mit der Gabe von Hormonen versucht, in den Zyklus einzugreifen, indem die Entwicklung der körpereigenen Hormone eingeschränkt wird. Je nach Beschwerdebild können ebenfalls Schmerzmittel oder Psychopharmaka zum Einsatz kommen.

Hormonelle Verhütungsmittel 

Das am häufigsten eingesetzte Mittel gegen das prämenstruelle Syndrom ist die Antibabypille. 

Mit dem Verhütungsmittel wird hormonell in den Monatszyklus eingegriffen. Die Pille kann durch eine Kombination aus Drospirenon, Gestagen sowie Östrogen helfen, die Beschwerden von PMS zu lindern.

Verhütungsmittel können jedoch auch das Risiko von Nebenwirkungen wie Thrombose, Übelkeit und Brustschmerzen mit sich tragen. Zudem kommt ein hormonelles Verhütungsmittel nur für eine Frau in Frage, die keinen Babywunsch hat.

Antidepressiva

PMS beziehungsweise PMDS (prämenstruelle dysphorische Störung) kann psychische Beschwerden auslösen. Zum Beispiel kann es zu Angstattacken oder depressiven Verstimmungen führen. Leidet die Psyche durch PMS zu stark, ist die Einnahme von Antidepressiva zu überlegen. Die sogenannten selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI) erhöhen den Serotoninspiegel im Gehirn.

Serotonin ist ein Botenstoff. Er kann von der Aminosäure Tryptophan im Körper produziert werden. Weil dieser Neurotransmitter unter anderem Einfluss auf die Emotionen nehmen kann, wird er als Glückshormon bezeichnet. 

Hinweis: Die Einnahme von SSRI kann zu Nebenwirkungen wie sexueller Unlust, Schlafstörungen und Übelkeit führen.

Schmerzmittel

Viele Frauen leiden in der zweiten Zyklushälfte nach dem Eisprung unter Rücken-, Kopf- oder Bauchschmerzen oder während der Periode an Unterleibskrämpfen. Ibuprofen, ASS oder andere NSAR (nicht steroidale Antirheumatika) können den meisten Betroffenen helfen.

Eher selten treten Nebenwirkungen wie Benommenheit oder Magenbeschwerden auf. Du solltest NSAR nicht zu oft einnehmen, weil das häufig Kopfschmerzen nach sich zieht.

Helfen Nahrungsergänzungsmittel gegen PMS?

Es gibt einige Pflanzen, Vitamine und Mineralstoffe, die PMS Beschwerden lindern können. Dazu gehören zum Beispiel Mönchspfeffer und B-Vitamine, die den Hormonhaushalt ausgleichen können. Magnesium ist ein bewährter Mineralstoff gegen Krämpfe und Johanniskraut kann eine beruhigende Wirkung aufweisen. Diese und weitere Inhaltsstoffe sind in dem Nahrungsergänzungsmittel håvsund Harmony enthalten.

Das laborgeprüfte und in Deutschland hergestellte Präparat ist für Frauen mit PMS Symptomen konzipiert, die nach einem hormonfreien Mittel suchen. Harmony ist eine pflanzliche Nahrungsergänzung zur Linderung von prämenstruellen Beschwerden.

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es noch bei PMS?

Es gibt neben PMS Medikamenten weitere Therapieansätze, bei denen jedoch die Wirkung bei PMS nicht durch Studien belegt ist. Dennoch lohnt es sich, auszuprobieren, ob eine der Behandlungen für dich hilfreich ist.

Massagen

Die positiven Effekte einer Bauchmassage sind wissenschaftlich erforscht. Das Gute an einer Massage ist, dass du sie selbst durchführen kannst. Mit kreisenden Bewegungen und einem leichten Druck kann sich die Muskulatur der Gebärmutter entspannen, was zur Linderung der Regelschmerzen führen kann.

Wärme

Auch Wärme kann zur Muskelentspannung im Uterus beitragen. Bei Unterleibskrämpfen kann beispielsweise eine Wärmflasche helfen, die du dir auf den Bauch legst. Oder du nimmst ein warmes Bad.

Sport

Mit Ausdauertraining kannst du PMS Beschwerden vorbeugen. Bewegung kann dabei helfen, Stress abzubauen und die Durchblutung anzuregen. Empfehlenswert sind Sportarten wie Schwimmen, Fahrradfahren oder Walken.

Ernährung

Einige Lebensmittel können zur Linderung der PMS Symptome beitragen. Zum Beispiel steckt in Milchprodukten viel Kalzium. Der Mineralstoff kann depressive Verstimmungen, Wassereinlagerungen und Schmerzen lindern.

In Bananen ist die Aminosäure Tryptophan enthalten, die der Körper für die Bildung von Serotonin benötigt. 

Des Weiteren können Nahrungsmittel mit einem hohen Gehalt an Magnesium helfen, Muskelkrämpfen entgegenzuwirken.

Verhaltenstherapie, um die Beschwerden zu bewältigen

Es ist möglich, dass betroffene Frauen aufgrund der PMS Beschwerden bestimmte Denk- und Verhaltensmuster entwickelt haben, die die Belastung erhöhen. Mithilfe einer kognitiven Verhaltenstherapie lernst du, deine Überzeugungen und Gewohnheiten zu verändern, wodurch der Alltag besser zu bewältigen sein kann.

Akupunktur

Die Traditionelle Chinesische Medizin geht davon aus, dass das prämenstruelle Syndrom mit dem Lebermeridian zusammenhängt. Um die Blockade in dieser Energieleitbahn zu lösen, setzen TCM-Therapeuten unter anderem Akupunktur ein.

Beschwerden richtig deuten 

Damit eine genaue Diagnose erfolgen kann, ist es wichtig, deinem Frauenarzt eine detaillierte Info zu liefern. Dazu bietet es sich an, ein Tagebuch zu führen. Notiere, wann welche Beschwerden auftreten und ob du vor der Menstruation viel Stress hattest. 

Tipp: Das Dokumentieren verläuft schneller und einfacher, wenn du dir eine App herunterlädst.

Was sind typische PMS Symptome? 

  • Unterleibsschmerzen und -krämpfe
  • Kreislaufbeschwerden
  • Schwindel
  • Rückenschmerzen
  • Kopfschmerzen
  • Hautunreinheiten
  • Verdauungsprobleme
  • Schweißausbrüche 
  • Heißhunger
  • Völlegefühl
  • Blähbauch
  • Übelkeit
  • Schmerzen in der Brust wie Brustspannen
  • Wassereinlagerungen
  • Depressive Stimmung
  • Schlafstörungen
  • Müdigkeit
  • Antriebslosigkeit
  • Nervosität oder Ängstlichkeit

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