Die Lutealphase im Menstruationszyklus – Das solltest du wissen!

Die Lutealphase im Menstruationszyklus – Das solltest du wissen!

Die Lutealphase dauert rund 11 bis 17 Tage. Sie verläuft vom Zeitpunkt des Eisprungs an bis zum Beginn der Menstruation. Während der sogenannten Gelbkörperphase steigt der Spiegel von Östrogen, Progesteron und Testosteron an. In der Lutealphase ist das Einnisten eines Embryos in der Gebärmutterschleimhaut möglich.

Alles auf einen Blick

  • Während der Lutealphase steigt sowohl der Östrogen- als auch der Progesteronspiegel an.
  • Am Ende der Gelbkörperphase ist der Hormonspiegel von Östrogen und Progesteron am höchsten und beginnt dann wieder abzusinken. Kurz vor der Menstruation hat er seinen Tiefpunkt erreicht.
  • Oft leiden Frauen unter PMS, wenn das Verhältnis zwischen Östrogen und Progesteron unausgeglichen ist und sich im Körper zu viel Östrogen befindet.
  • Zudem ist die Lutealphase von einem beschleunigten Stoffwechsel gekennzeichnet.

Lutealphase - was ist das?

Die Lutealphase ist Teil deines Monatszyklus. Sie wird auch als Gelbkörperphase oder Sekretionsphase bezeichnet. Sie findet in der zweiten Hälfte des Zyklus statt und dauert in der Regel 11 bis 17 Tage.

Das passiert während der Sekretionsphase

Am Anfang der Phase steht der Eisprung. Der Graaf-Follikel wird aus dem Eileiter ausgestoßen. Dieser Follikel ist eine sackförmige Zelle, in der sich die Eizelle befindet. Weil der Progesteronspiegel ansteigt, kommt es zur Verdichtung und Verdickung der Gebärmutterschleimhaut. Somit ist die Aufnahme eines Embryos möglich, falls es zur Befruchtung kommt. Findet keine Befruchtung statt, endet die Lutealphase mit dem Beginn der Periode.

Im Durchschnitt beträgt die Dauer der Lutealphase 14 Tage. Sie ist nicht abhängig von der Dauer deines Zyklus. Bei einem Kinderwunsch ist es wichtig, dass die Gelbkörperphase „normal“ verläuft, denn nur dann stehen dem Körper die Hormone in der Menge verfügbar, die für die Einnistung und das Wachstum eines Eis notwendig ist.

In der Lutealphase ist der Gelbkörper von Bedeutung. Diese endokrine Drüse bildet sich während des Eisprungs. Sie entwickelt sich aus der leeren Eierschale (Eierstockfollikel) und zerfällt innerhalb von etwa 14 Tagen, wenn es nicht zur Befruchtung kam. Der Zerfall leitet die Periode ein.

Mit Befruchtung bleibt die endokrine Drüse in der Gebärmutterhöhle und entwickelt sich zum Schwangerschaftsgelbkörper. Wissenschaftler bezeichnen diesen Gestativ-Gelbkörper als Corpus luteum gravidicum. Jetzt produziert der Gelbkörper mehr Progesteron, das eine stärkere Durchblutung der Gebärmutterschleimhaut zur Folge hat und sich der Gelbkörper einnisten kann. Nach den ersten drei Schwangerschaftsmonaten verschwindet der Gelbkörper, weil ab diesem Zeitpunkt die Plazenta die Aufgaben übernimmt.

Progesteron – das wichtigste Hormon

Das Hormon Progesteron ist während der Lutealphase das wichtigste Hormon. Der Gelbkörper sowie die Nebennieren produzieren dieses Hormon, wozu der Gelbkörper als Baustein Cholesterin nutzt. Ohne Empfängnis baut sich der Gelbkörper im Anschluss an den Eisprung ab und der Progesteronspiegel reduziert sich. Dann setzt die Menstruationsblutung ein.

Mit Empfängnis stellt der Gelbkörper eine höhere Menge an Progesteron her, wodurch der Zervixschleim zähflüssiger und dichter wird. Das bewirkt eine Blockierung der Spermien und einen Schutz der Gebärmutter. Nun kann sich eine befruchtete Eizelle einnisten.

Progesteron verhindert in der Schwangerschaft Wehen, indem die Gebärmutterkontraktionen verringert werden. Darüber hinaus hat das Hormon eine muskelentspannende Wirkung, sodass die Darmaktivität verlangsamt wird.

Wie lange dauert die Phase?

Im Durchschnitt dauert die Lutealphase 14 Tage. Die Dauer ist unabhängig von deinem Zyklus. Eine durchschnittliche Dauer deutet auf einen gesunden Körper hin. Normalerweise verändert sich die Dauer nicht.

Zu lange oder zu kurze Lutealphase? Das sind mögliche Ursachen

Hält deine Lutealphase länger als 17 Tage an, kann dies an PCOS oder einer anderen Hormonstörung liegen. Eine lange Gelbkörperphase kann aber auch auf eine Schwangerschaft hindeuten.

Dauert die Lutealphase 10 Tage oder weniger an, wird von einer zu kurzen Gelbkörperphase geredet. In diesem Fall reicht die Zeit für die Entwicklung der Gebärmutterschleimhaut für die Einnistung des Eies nicht aus. Das liegt an einem zu niedrigen Progesteronwert. Dadurch ist es oftmals schwerer, schwanger zu werden und auch der Erhalt einer Schwangerschaft ist schwieriger. Meistens macht sich eine zu kurze Lutealphase an einem kurzen Zyklus sowie an Schmierblutungen bemerkbar.

Eine luteale Störung kann unterschiedliche Ursachen haben. Oftmals liegt es an diesen Gründen:

  • Gelbkörper-Insuffizienz – In dem Fall ist die Entwicklung des Gelbkörpers geschwächt, wodurch die Produktion von Progesteron zu gering ist.
  • Schilddrüsenerkrankung – Für die Hormonausschüttung ist die Schilddrüse von Bedeutung. Eine Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) kann zu einer zu kurzen Lutealphase und einem unregelmäßigen Eisprung führen.
  • PCOS – Bei dem polyzystischen Ovarialsyndrom handelt es sich um eine häufig vorkommende Hormonstörung. Sie ist durch Symptome wie ausbleibende oder unregelmäßige Menstruation sowie oftmals durch Adipositas gekennzeichnet.
  • Essstörungen und andere externe Ursachen – Essstörungen, Schlafstörungen, Untergewicht, Übergewicht, Stress sowie Leistungssport nehmen einen Einfluss auf die Ausschüttung der Hormone. Dadurch kann sich dein Zyklus verlängern oder verkürzen. In manchen Fällen bleibt die Periode komplett aus.
  • Alter – Die Fruchtbarkeit reduziert sich mit zunehmendem Alter. Ab dem 35. Lebensjahr ist es schwieriger, schwanger zu werden.

So kannst du die Lutealphase verlängern

Falls deine Lutealphase weniger als 10 Tage andauert, kannst du mit verschiedenen Maßnahmen versuchen, die Phase zu verlängern. Wichtig sind optimale Progesteronwerte dafür und stehen dir einige Optionen zur Verfügung. Rede mit deinem Gynäkologen über folgende Möglichkeiten, bei denen er dir helfen kann:

  • Schilddrüsenbehandlung (im Falle einer Funktionsstörung)
  • Kur mit Vitamin C
  • Progesteron-Supplementierung
  • Progesteron-Creme
  • Hormonbehandlung

Schwangerschaft: Die Bedeutung für deinen Kinderwunsch

Von einer Lutealinsuffizienz wird gesprochen, wenn die Lutealphase zu kurz ist. Eine andere Bezeichnung lautet Gelbkörperschwäche, weil sich der Gelbkörper nicht genügend entwickeln kann. Dadurch wird zu wenig Progesteron produziert, sodass sich ein Embryo nicht in der Gebärmutterschleimhaut einnisten kann. Falls es dennoch zur Einnistung kommt, ist das Risiko einer Fehlgeburt sehr hoch.

Folgende Symptome können auf eine Lutealinsuffizienz hinweisen, wobei nicht alle Symptome zeitgleich auftreten müssen:

  • Die zweite Zyklushälfte dauert weniger als 10 Tage.
  • Eine zu langsam oder in Teilabschnitten ansteigende Basaltemperatur – sie würde im Normalfall nach dem Eisprung steil ansteigen.
  • Es treten starke PMS-Symptome auf.
  • Es kommt in der zweiten Zyklushälfte zu Zwischenblutungen.
  • Auch frühe Fehlgeburten können ein Anzeichen sein.

Symptome in der Lutealphase

  • Deine Basaltemperatur (Körpertemperatur) steigt um 0,3 bis 0,5 Grad an.
  • Aufgrund der Hormonveränderung kann es zu einem zunehmenden Appetit kommen.
  • Der Ausfluss ist kurz vor dem Eisprung flüssiger und stärker.
  • Nach dem Eisprung ist der Ausfluss zähflüssiger.

Was kann ich gegen PMS tun?

PMS ist kein normaler Bestandteil der Lutealphase. Es gibt verschiedene Maßnahmen, die dir bei PMS helfen können. Zum Beispiel ist das Nahrungsergänzungsmittel håvsund Harmony hilfreich. Es besteht aus natürlichen Inhaltsstoffen, die zum Hormongleichgewicht beitragen können. In diesem Produkt befinden sich unter anderem Mönchspfeffer, Frauenmantel, Johanniskraut und Safranblüten. Die glutenfreien und veganen Kapseln sind leicht zu schlucken. Sie werden in Deutschland hergestellt und in zertifizierten Laboren kontrolliert.

Des Weiteren kannst du Folgendes tun, um die PMS-Symptome zu reduzieren:

  • Für ausreichenden Schlaf sorgen
  • Stress reduzieren
  • Körperliche Bewegung wie Spaziergänge, Yoga oder Schwimmen
  • Eine ausgewogene Ernährung
  • Magnesiumhaltige Lebensmittel wie Nüsse, Trockenfrüchte und Getreide
  • Auf Zucker und Koffein verzichten
  • Wärmflasche oder Heizkissen auf den unteren Rücken oder Bauch legen

3 Tipps in der Lutealphase

  • Ausgewogene Ernährung: Während der Lutealphase benötigt dein Körper mehr Energie. Gleichzeitig kannst du mit einer ausgewogenen Ernährung PMS vorbeugen. Deshalb solltest du Nahrungsmittel zu dir nehmen, die reichhaltig an Magnesium, Omega-3-Fettsäuren und Vitamin B sind. Statt Kaffee ist Kräutertee zu empfehlen. Verzichte in dieser Phase auf Fast Food, zuckerhaltige Lebensmittel und Alkohol. Darüber hinaus sollte die Ernährung ballaststoffreich sein, weil die erhöhten Progesteronwerte Verstopfung auslösen können.
  • Mäßige Bewegung: Deine Leistungsfähigkeit ist in der Lutealphase verringert. Deshalb solltest du dich mäßig bewegen und in dieser Zeit keinen intensiven Sport ausüben. Spaziergänge, ein leichtes Krafttraining oder auch Pilates oder Yoga tun deinem Körper gut.
  • Ausreichender Schlaf: Gesund ist es, wenn du jede Nacht 7 bis 8 Stunden schläfst. Damit du gut einschlafen kannst, solltest du abends nicht mehr auf einen Bildschirm schauen. Das künstliche Licht von Smartphones, Tablets und Co. wirkt sich negativ auf das Hormon Melatonin aus. Es hemmt die Melatoninproduktion, wodurch dir der Schlaf geraubt wird.

Wie berechne ich meine Gelbkörperphase?

Falls du schwanger werden möchtest, ist eine Ermittlung der Lutealphase wichtig. Durch die Berechnung kannst du feststellen, ob die Phase von normaler Dauer oder zu kurz ist. Bei der folgenden Berechnung gehen wir von einem Zyklus mit einer Dauer von 28 Tagen aus. In diesem Fall setzt die Lutealphase am 15. Tag ein. Sie endet am 28. Tag mit dem Beginn der Periode. Somit dauert die Gelbkörperphase 14 Tage. Das ist die durchschnittliche Dauer der Lutealphase.

Sollte dein Zyklus kürzer sein und 21 Tage dauern, setzt der Eisprung am siebten Tag ein. Deine Gelbkörperphase verläuft dann vom achten Zyklustag bis zum 21. Tag.

Bei einem langen Zyklus gehst du ebenfalls vom ersten Tag der Periode aus. Jetzt ziehst du von diesem Datum 14 Tage ab.

Ursachen für eine Gelbkörperschwäche

Als Ursache kommt unter anderem das PCO-Syndrom infrage, welches zu einer nicht ausreichenden Follikelreifung führt. Weitere möglichen Ursachen sind:

  • Ovarialinsuffizienz (nicht ausreichende Produktion der Hormone LH und FSH)
  • Antibaby-Pille
  • Darmerkrankungen
  • Schilddrüsenerkrankeungen
  • Bauchspeicheldrüsenerkrankung
  • Erkrankung der Nebenniere
  • Wechseljahre

Der bei der Gelbkörperschwäche vorliegende Progesteronmangel kann oftmals mit einer Hormonbehandlung behoben werden. Häufig wird ein Präparat eingesetzt, das in erster Linie aus natürlichem Progesteron besteht. Zum Beispiel enthält die Yamswurzel Diosgenin. Aus diesem Wirkstoff lässt sich ein Progesteron herstellen, das dem körpereigenen Hormon ähnelt.

Ein gängiges Medikament ist Clomifen, das die Produktion von LH und FSH ankurbelt. Ebenso kommen progesteronhaltige Pflaster, Cremes oder Kapseln zum Einsatz. Alle Präparate, die Progesteron enthalten, sind verschreibungspflichtig.

Es gibt jedoch auch Pflanzen, die als Ergänzung angewendet werden können. Zum Beispiel ist Mönchspfeffer ein bewährtes Mittel bei einem unerfüllten Kinderwunsch. Die Inhaltsstoffe bringen den Hormonhaushalt ins Gleichgewicht, wodurch die Fruchtbarkeit gesteigert werden soll.

 

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