Paar schaut auf einen Schwangerschaftstest

Unerfüllter Kinderwunsch - Was können du und dein Partner tun?

27. Oktober 2022

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Ein unerfüllter Kinderwunsch kann zur großen Belastung für die Partnerschaft werden. Die Gründe für die Kinderlosigkeit können in einer Erkrankung oder in der Psyche liegen.


Lese unsere Informationen über die Ursachen sowie zur Kinderwunschbehandlung und wo Paare Hilfe bekommen können.

Ab wann gilt ein Paar als unfruchtbar?

Ist eine Frau nach einem Jahr mit ungeschütztem und regelmäßigem Geschlechtsverkehr nicht schwanger geworden, ist laut WHO (Weltgesundheitsorganisation) von Unfruchtbarkeit des Paares die Rede.


Wie Profamilia erklärt, heißt das noch nicht, dass der Wunsch nach Kindern unerfüllt bleiben muss. Bei jeder dritten Frau kommt es erst nach über einem Jahr zur Schwangerschaft. In Deutschland liegt die ungewollte Kinderlosigkeit bei Paaren unter 5 Prozent. Manchmal ist die Familienplanung mit dem ersten Kind erfolgreich. Bei einigen Eltern erfüllt sich jedoch nicht der Wunsch für weitere Kinder. Deshalb ist es wichtig zu wissen, welche Risiken den Wunsch nach Kindern blockieren können.

Welche Risikofaktoren beeinflussen die Fruchtbarkeit von Männern und Frauen?

Es gibt verschiedene Gründe, weshalb ein Paar kinderlos bleiben kann. Die Ursache kann sowohl beim Mann als auch bei der Frau liegen. In manchen Fällen lässt sich medizinisch kein Grund für die Kinderlosigkeit finden.


Folgende Risikofaktoren können sich negativ auf die Fruchtbarkeit auswirken:

  • Stress in der Familie, im Beruf oder anderweitig
  • Übermäßiger Konsum von Alkohol
  • Sport im Leistungsbereich
  • Übergewicht
  • Ernährung (Essstörungen)
  • Drogen
  • Vaginismus
  • Erektionsstörungen beim Mann

Auch das Alter spielt bei der Fruchtbarkeit eine Rolle. Für Frauen kann es ab dem 35. Lebensjahr schwieriger werden, Kinder zu bekommen. Die Fruchtbarkeit nimmt im Laufe des Lebens ab und endet mit den Wechseljahren. Bei Männern kann sich mit zunehmendem Alter die Qualität und die Menge der Spermien reduzieren.

Krankheiten und Störungen als Ursache für Kinderlosigkeit

  • Endometriose: Bei dieser Krankheit kann sich außerhalb der Gebärmutter Zervixschleim ansiedeln. Viele betroffene Frauen können deshalb nicht schwanger werden.
  • Hyperprolaktinämie: Ist bei der Frau der Prolaktinspiegel ständig erhöht, könnte der Körper während des Zyklus keine befruchtungsfähige Eizelle zur Verfügung stellen. Der Eisprung ist somit gehemmt. Der Prolaktinspiegel kann sich durch Probleme mit der Niere, einem gutartigen Tumor sowie durch Medikamente wie Neuroleptika oder Antidepressiva erhöhen.
  • Myome in der Gebärmutter: Bei diesen gutartigen Tumoren kann zwar eine Schwangerschaft möglich sein, aber es besteht ein hohes Risiko für Fehlgeburten.
  • Hyperandrogenämie: Produziert der Körper der Frau zu viele Androgene (männliche Geschlechtshormone), kann das ebenfalls die Fruchtbarkeit blockieren.
  • Veränderter Zervixschleim: Wenn sich der Schleim in der Gebärmutter verändert, kann das die Überlebensfähigkeit sowie die Beweglichkeit der Spermien erschweren.
  • Zu niedriger pH-Wert in der Vagina: Ein zu niedriger Säuregrad in der Scheide kann die Chance reduzieren, schwanger zu werden. In dem Fall gelangen nicht genügend Spermien zu den Eizellen im Eileiter.
  • Störungen der Eileiter: Verwachsungen, Verklebungen und andere Störungen wirken sich negativ auf die Fruchtbarkeit aus.
  • Defekte oder fehlende Spermien: Bei der Azoospermie können Spermien im Ejakulat fehlen. Entweder sind die Samenleiter verschlossen, sodass die Spermien nicht in die Samenflüssigkeit gelangen können oder es findet keine Spermienproduktion statt. Ebenso kann die ungewollte Kinderlosigkeit in einer zu geringen Anzahl an Spermien begründet sein. Des Weiteren sind bei manchen Männern die Spermien nicht beweglich genug oder die Spermien sind unnormal geformt.
  • Chemotherapie: Eine Strahlen- oder Chemotherapie kann die Fruchtbarkeit reduzieren.
  • Genetisch bedingte Störungen: Bei Männern und Frauen kann eine genetische Veränderung zur Kinderlosigkeit führen. Das kann zum Beispiel bei der Frau eine Fehlbildung der Eierstöcke sein. Manche Männer haben aufgrund des Klinefelter-Syndroms ein Zuviel an Geschlechtschromosomen, was zur Zeugungsunfähigkeit führt.

Ursachen ärztlich abklären lassen

Es kann noch weitere Ursachen für den unerfüllten Kinderwunsch geben. Zunächst muss der Grund gefunden werden. Für Frauen ist die Gynäkologie die erste Anlaufstelle. Männer sollten sich zuerst an ihren Hausarzt wenden.


In Deutschland gibt es Kinderwunschkliniken, die sich auf das Thema spezialisiert haben. In diesen Kliniken werden alle relevanten Untersuchungen und Maßnahmen durchgeführt.

Welche Möglichkeiten gibt es für die Kinderwunschbehandlung?

Die Reproduktionsmedizin bietet Methoden zur Behandlung von unfruchtbaren Paaren an. Als Voraussetzungen gelten zunächst Untersuchungen des Mannes und der Frau und eine Diagnose. Erst wenn die Experten die Ursache für die Kinderlosigkeit gefunden haben und diese nicht durch eine entsprechende Behandlung zur Fruchtbarkeit führen, können andere Möglichkeiten in Betracht gezogen werden.

Info: Eine künstliche Befruchtung wird meistens mittels IVF (In-vitro-Fertilisation) oder ICSI (Intrazytoplasmische Spermieninjektion) durchgeführt.


Bei der Hormontherapie nimmt die Frau täglich ein Hormonpräparat ein, das die Reifung der Eizellen anregen kann. Der Arzt oder die Ärztin kontrolliert die Hormonwerte und die Eizellenreifung. Unter einer Kurznarkose oder einer örtlichen Betäubung werden Eizellen aus dem Eierstock entnommen. Die Eizellen werden mit dem Samen des Mannes im Reagenzglas befruchtet und im Anschluss in die Gebärmutter eingesetzt.

Wie können Paare mit einem unerfüllten Kinderwunsch umgehen?

Das Thema ist immer noch ein Tabu, sodass nur wenige Paare über die ungewollte Kinderlosigkeit reden. Die Betroffenen schämen sich und sie haben Angst, mit ihrem Schmerz und ihrer Trauer nicht verstanden zu werden. Oft müssen sie sich dafür rechtfertigen und erklären, weshalb sie noch keine Eltern geworden sind.


Wie sehr Paare unter dem unerfüllten Kinderwunsch leiden, wird durch die Ergebnisse einer Studie des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend deutlich. Die Studienergebnisse zeigen aber auch, dass es noch viele Vorurteile über künstliche Befruchtung gibt.


Nicht selten löst die ungewollte Kinderlosigkeit Depressionen und Schuldgefühle aus. Die Betroffenen geben sich gegenseitig die Schuld und das kann sich wiederum negativ auf die Liebe, die Beziehung und den Sex auswirken. Der innere Druck, der sich durch die Sorge und den Kummer aufbaut, ist ein großer Stressfaktor – und Stress kann wiederum ein Grund für die Kinderlosigkeit sein. Deshalb ist es wichtig, dass sich das Paar Unterstützung holt, damit es wieder Mut und Hoffnung sowie Freude am Leben bekommt.

Professionelle Beratungen und Therapien

So kann eine Sexualtherapie bei sexuellen Problemen helfen. Oft stellt sich bei den Paaren aufgrund der psychischen Belastung eine Lustlosigkeit ein oder sexuelle Beschwerden wie Erektionsstörungen verstärken sich.


Darüber hinaus sind Einzel- und Paarberatungen empfehlenswert. In Gesprächen mit dem Therapeuten kann über die Enttäuschung sowie über die Erwartungen gesprochen werden.


Zudem wird oft in der Beratung deutlich, dass und wie beide mit dem Thema umgehen und die ungewollte Kinderlosigkeit erleben. Das führt zu mehr gegenseitigem Verständnis. Außerdem kann eine professionelle Therapie dem Paar dabei helfen, wenn es sich mit der Kinderlosigkeit abfinden muss.


Profamilia bietet Beratungsstellen an. Außerdem steht auf der Webseite von Profamilia eine kostenlose Broschüre zum Thema „Unerfüllter Kinderwunsch“ zur Verfügung.



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